#8: Willkommen in der Boulangerie: Nadia Boulanger und ihre berühmten Schüler

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00:00:01: Ja, da sind wir wieder.

00:00:16: Hallo und herzlich willkommen!

00:00:19: Wir bleiben heute in der neuen Ausgabe unseres Podcasts erstmal in Frankreich.

00:00:23: Wir erklären euch was eigentlich eine gute Kompositionslehrerin auszeichnet und was so jemand wie Lenny Bernstein und Quincy

00:00:32: Jones

00:00:33: zusammen gemeinsam haben.

00:00:35: Verrückt, oder?

00:00:36: Ja.

00:00:37: Und wir sind

00:00:38: Rahel ... Genau!

00:00:39: Also ich bin Rahel, ich bin Geigerin und Musikerin.

00:00:43: Und du?

00:00:44: Ich bin Karsten und bin Historiker.

00:00:46: Und mag Musik.

00:00:48: Wir nehmen euch hier mit auf eine Reise durch Geschichten rund um Musik die uns persönlich berührt, die uns wichtig ist.

00:00:57: Und persönliche Insights und wer es alles dann so gespielt hat.

00:01:01: Also lasst euch überraschen...

00:01:03: Genau und wir steigen auch direkt ein.

00:01:06: Und zwar geht es eben dieses Mal um Nadia Boulanger, die eine ganz berühmte tolle Komponistin war selber aus Paris.

00:01:17: Eine

00:01:17: total eindrucksvolle Frau muss man sagen.

00:01:21: Eine Powerfrau ist ziemlich alt geworden.

00:01:24: Die ist geboren in dem Jahr sieben Achtzig und gestorben im Jahr neunzehnhundertneunundsiebzig und berühmt geworden, eben als Lehrerin für Komposition.

00:01:34: Sie hat auch eigene Stücke komponiert?

00:01:36: Genau!

00:01:37: Aber ich glaube tatsächlich ist sie als Lehrerin berühmter weil sie hat wirklich unfassbar viele großartige Komponisten hervorgebracht und die auch so in ihrem eigenen Stil unterstützt.

00:01:51: also sie wollte jetzt nicht ihre Kompositionsart den irgendwie aufzwingen sondern sie hat jeder sollte so richtig... In seinem Stil eben sich ausleben dürfen.

00:02:02: Und wir würden euch einfach gern ein bisschen zeigen, wer zu den Schülerinnen und Schülern gehört hat.

00:02:08: von Nadja Boulanger die eine Sache für sich hatte ... Das konnten nicht so viele in der Zeit, die konnte gut Englisch.

00:02:17: Und das führte dazu, dass sie in Paris war am Konservatorium und da unterrichtet hat.

00:02:22: Aber gleichzeitig war sie an einem amerikanischen Institut... In

00:02:28: New York?

00:02:29: ...in New York und später in Fontainebleau, in der Nähe von Paris.

00:02:33: Da hat sie eben international unterrichtete.

00:02:37: Ich finde es super spannend mal zu gucken, wer eigentlich zu den Schülerinnen und Schülern mit dazugehört.

00:02:43: Die Idee unserer Folge finden wir super.

00:02:47: Und

00:02:47: die kennst du aber auch schon aus dem anderen Zusammenhang, ne?

00:02:49: Ja genau, ich komm

00:02:50: jetzt tatsächlich nicht ganz direkt von uns selbst sondern die hab' ich mir ein bisschen gestohlen von meiner Freundin und guten Bekannten Anne von Twardowski Jetzt dieses Jahr zum zweiten Mal ein Festival übernommen hat in der Nähe von Hamburg, also eigentlich in Hamburg-Rellingen.

00:03:09: Das ist das Mai-Festival, es gibt's schon ziemlich lange ich glaube schon über dreißig Jahre und sie hat aber letztes Jahr diese die Intendanz oder die Leitung des Festivals künstlerischen Leitungen übernommt und hatte eben einen Thema, da bellt jemand

00:03:31: Spälen die Hunde.

00:03:33: Genau, das

00:03:34: ist ein Schwabort!

00:03:37: Also ich hatte ... Ein Konzert stand eben ... Hatte eben die Überschrift Die Nadia-Paris Legenden und da geht es eben.

00:03:47: tatsächlich war die Idee die Schüler von Nadia Boulanger vorzustellen.

00:03:52: Und wir fangen mal mit dem ersten an.

00:03:53: Es ist kein geringerer als Leonhard Bernstein der ja wirklich ein absoluter Meister war, nicht nur als Dirigent sondern auch als Komponist.

00:04:04: Und wir hören einen Stück das heißt Meditation.

00:04:07: Könnt ihr euch auch mal meditativ drauf einlassen?

00:04:10: Hört mal was es mit euch macht!

00:04:12: Das stammt aus einem größeren Werk.

00:04:14: Ein großes Werk für Chor-Orchester und Solisten sind eigentlich Three Meditations from Mars.

00:04:22: Also Messe.

00:04:23: Von einer Messe genau sind aber jetzt umarangiert für ein Klavierquartett, was wir ... in Hohenstaufen bei unserem Festival gespielt haben mit Anne von Twardowski am Klavier.

00:04:39: Sonja Lina-Schmid, Violoncello, Miri Manascherow, Viola und ich spiele selbst die Violine.

00:04:45: Viel Spaß!

00:08:18: Ja also dieses visionäre Musiktheater Maas das ... wurde in der Eröffnung des Kennedy Centers in New York uraufgeführt.

00:08:29: Also irgendwie schon ein ganz cooles Stück, das ist auch so rhythmisch und hat eben diesen richtig tänzerischen Anfangsteil ... Und dann geht es irgendwann doch in die Meditation über... Ich mag das total!

00:08:43: Tänzerisch bleiben wir jetzt eigentlich noch.

00:08:46: einen anderen Schüler von Nadja Boulanger war Astor Piazzolla.

00:08:51: Den Namen habt ihr bestimmt schon mal gehört, der argentinische Tango-Komponist, Bandoneon Spieler ... Aber das greift im Prinzip wirklich viel zu kurz.

00:09:00: Es ist ja jemand, der den Tango neu erfunden hat muss man sagen.

00:09:05: Tango Nuevo!

00:09:06: So genau und?

00:09:07: Ja

00:09:08: es gibt ja wirklich keinen legendäreren Tango Komponisten.

00:09:11: Es gibt zwar viele aber irgendwie steht er ja schon wirklich sehr alleine da.

00:09:17: mit seinen Werken ist er unfassbar berühmt geworden.

00:09:20: Ich glaube, es gibt wirklich niemanden der den nicht kennt.

00:09:22: Ja,

00:09:23: steht für Buenos Aires, Buenos Aires Miquerido einer der großen Titel von ihm geboren, in einer italienischen Einwandererfamilie und denen ging's nicht so gut Und die gingen nach New York erst mal, weil in Argentinien die Verhältnisse nicht so besonders waren.

00:09:44: Aber zu den engen Freunden des Hauses gehörten Johann Sebastian Bach.

00:09:50: Also der war da ganz hoch im Kurs.

00:09:53: beim jungen Piazzolla ... Das

00:09:54: hört man auch immer wieder sehr deutlich!

00:09:55: Ja

00:09:56: und Carlos Gardell also jetzt wirklich ein echten Freund des Hauses.

00:10:01: und Gardell natürlich jemand, der für den älteren Tango steht und stand.

00:10:06: Und aber total einen großen Einfluss ausgeübt hat auf Piazolla.

00:10:11: Dann ging die Familie zurück nach Buenos Aires und Piazzolla interessierte sich fürs Musikmachen, verdiente sein Geld dort auch in den Bars, in den Kneipen von Buenos Aires.

00:10:21: Und wollte Kompositionsunterricht haben und bekam denn dann auch erst mal dort in Argentinien bei Alberto Chinasterra.

00:10:30: Das reichte aber nicht so richtig, hat er gedacht.

00:10:32: Und das war Glück!

00:10:34: Er bekam ein Stipendium für Europa, konnte dann nach Paris gehen und dort traf er Nadja Boulanger.

00:10:43: Und die hat ihn natürlich auch maßgeblich beeinflusst

00:10:45: in seiner... Da gibt es doch diese verrückte Geschichte wo er da ankommt und voller Stolz seine Kompositionen Dabei hat.

00:10:54: und natürlich will er Nadja Boulanger jetzt keine Tangos zeigen, sondern er zeigt Stücke wo er gedacht hat.

00:11:01: Er schreibt mal wie Bella Bartok oder Wistrawinski und Nadja Bolanger die schon viel erlebt hat schaut sich das an und

00:11:10: lässt sich das

00:11:11: auch vorspielen.

00:11:12: und dann sagt sie Spiel doch bitte mal ein Tango für mich auf

00:11:16: dem Klang.

00:11:18: Warum musst du denn was anderes

00:11:20: versuchen?

00:11:21: Aber das wollte ich doch nicht!

00:11:23: Und dann spielt er den Tango und dann sagt die Nadia Boulanger zu ihm, du Idiot Das ist deine Musik!

00:11:31: Alles andere kannst du wegschmeißen.

00:11:34: Und ich find, das verrät so viel was eine gute Lehrererin ist.

00:11:38: Und was einen guten Lehrer auch ausmacht?

00:11:40: Ja!

00:11:41: Jemand unterstützen in dem, was er kann und helfen, das besser

00:11:45: zu

00:11:45: machen.

00:11:46: Genau.

00:11:46: Und die schlechten Lehrer, finde ich, erkennt man immer daran, dass dann alle Schüler genauso komponieren wie der schlechte Lehrer das vormaht... ...und die gute Lehrerin ist halt die, die einen befähigt seinen Weg zu geben.

00:11:56: Das ist

00:11:56: bei den Instrumentalisten auch nicht alles.

00:11:58: Dann alle die gleiche Technik und alle die Gleiche.

00:12:04: Was wollen wir denn jetzt mal hören von Piazzolla?

00:12:06: Also, wir hören jetzt

00:12:08: ein

00:12:10: Lied.

00:12:10: Das hat Astro Piazzolla ... Als er weit weg von zu Hause war auf einer Tournee in New York, hat er das komponiert.

00:12:18: Er erfährt, dass sein Vater bei einem Fahrradunfall schon wieder Fahrrad-Unfall ne?

00:12:22: gestorben ist.

00:12:23: Wir hatten ja schon einen anderen Komponisten Chanson jetzt in der letzten Folge, der auch bei einem Fahrradunfall gestorban ist.

00:12:31: Er hat ihn immer zärtlich Nonino genannt und das heißt Großväterchen obwohl es sein Vater war.

00:12:38: Und dann hat er geschrieben an Dios Nonino genau

00:12:41: ganz bewegendes.

00:12:42: Das ist eine Aufnahme die wir hören von Salü Salon aus dem Jahre Ah, da

00:12:49: ist die Anne auch wieder dabei?

00:12:51: Ja.

00:12:51: Ich hab nämlich die Anne eigentlich ursprünglich damals bei Salon kennengelernt also als die eine ihrer Letzten spielt ja jetzt nicht mehr mit leider aber als sie eine ihre letzten Konzerte dort gegeben hat habe ich sozusagen da angefangen vor zehn Jahren und diese Aufnahme ist aber noch in der Original-Besetzung damals mit Anne von Twardowski am Klavier.

00:13:15: Die hat ein ganz großes Sudo am Anfang, was sehr schön ist!

00:13:18: Mit Angelika Bachmann Violine Iris Siegfried Violine und Sonja Lena Schmidt am Cello.

00:19:07: Das hat es ja wirklich wunderschön gespielt – auch dieses Piazzolla.

00:19:12: Man kann sich da gar nicht entscheiden welches Stück man jetzt am besten aussucht weil die sind alle so toll.

00:19:20: Und mit Salü Salon haben wir wirklich so viele Stücke da auch schon gespielt, auch Anne.

00:19:29: Ich freue mich jetzt, dass ich auch dieses Jahr wieder bei Annes Festival dabei sein darf.

00:19:35: Das ist jetzt Ende

00:19:37: Mai oder?

00:19:37: Genau, das ist immer Ende Mai, Mai-Festival und ... Leider kann Anne heute nicht hier bei uns sein,

00:19:46: um direkt

00:19:47: zu erzählen.

00:19:48: Was in ihrem Festival so passiert dieses Jahr, wo wir sehr gespannt sind.

00:19:52: Deswegen werden wir sie extern befragen und das hört ihr

00:19:58: jetzt!

00:20:00: Das Festival steht in diesem Jahr unter dem Motto Streifzüge und ich finde, wir haben ein sehr buntes und vielfältiges Programm strecken können.

00:20:08: Ich freue mich sehr auf den Schauspieler Dominik Horwitz.

00:20:10: Er wird die Geschichte vom Soldaten von Igor Stravinsky erzählen und ist in diesem Abend Erzähler, Soldat und Teufel zugleich.

00:20:18: Das ist wahnsinnig virtuos und spannend!

00:20:22: Und dazu gibt es Musik von Stravinski für Klarinette Klavier und Geige mit dir an der Geigerahe.

00:20:29: Da freue ich mir natürlich sehr drauf.

00:20:31: Dann gibt es am gleichen Abend noch ein Konzert, das heißt Footsteps.

00:20:37: Dort bringen die Künstler und Künstlerin Stücke mit, die sie auf Reisen begleitet haben.

00:20:42: Melodien, die unterwegs entstanden sind oder Werke, die Sie zufällig gefunden haben.

00:20:46: Das ist ein sehr spannender und zugleich sehr persönlicher Abend, worauf ich mich sehr freue.

00:20:53: Dann wird es einen Familienkonzert geben mit dem Duo Klavieriki am Sonntag Und für die, die es eher traditionell mögen gibt es zwei tolle Kammermusikkonzerte am Freitagabend und am Sonntagabends.

00:21:06: Und wir geben einen Kompositionsauftrag an eine iranische Komponistin, die Kompionistin Aftat Davishi.

00:21:13: Sie schreibt extra ein Stück passend zum Festivalthema.

00:21:17: Das ist natürlich richtig toll!

00:21:19: Wir werden auch erstmals in diesem Jahr ein neues Format haben wenn alles klappt und zwar heißt das Mai-Festival Straßenklänge bei dem wir direkt in den Ort reingehen, dort bekommen nämlich die Amateur Musikerinnen und Musiker aus der Region die Möglichkeit aufzutreten und Straßenmusik zu machen.

00:21:40: Es wird also wirklich bunt und spannend!

00:21:42: Ja ich bin in der Rion aufgewachsen und habe selbst auch schon früher in der Relinger Kirche gespielt.

00:21:50: Ich bin hauptsächlich als Kammermusikgärin tätig und hab jahrelang Quartett-Salut, Salon gespielt.

00:21:55: Gemeinsam mit der Chillistin Sonja Lina Schmied habe ich das Clipformat Rauschen für Kammer Musik & Elektronik ins Leben gerufen.

00:22:02: Und ich bin immer daran interessiert, Kammer-Musikkonzerte als ganzheitliches Erlebnis zu gestalten.

00:22:10: Also durch Dachter Dramaturgie, der Einbindung des Konzerthortes, Mitlicht zu arbeiten usw.. Und ja, meine Arbeit in der Vergangenheit und mein Interesse ein vielfältiges Publikum anzusprechen.

00:22:23: Und dabei aber eben auch die schönen Traditionen, die es so gibt zu bewahren... Das war wohl Ausschlag geben am Ende, dass sich der Verein, der dahinter steht, hinter dem Festival steht, sich für mich entschieden hat.

00:22:34: Darüber freue ich mich natürlich sehr!

00:22:36: Was macht mir am meisten Spaß bei der Vorbereitung?

00:22:41: Ich finde es total spannend, sich ein bestimmtes Thema zu überlegen was das Festival umspannen soll und wenn man das dann hat, daraufhin auf die Suche zu gehen nach passenden Stücken.

00:22:54: Das heißt ganz viel Musik hören sich über dieses Thema mit Musikerinnen auszutauschen und dann eben eine gute Dramaturgie zu erstellen Mit der Dramaturgie, das bringt mir tatsächlich ganz viel Spaß und dabei dann eben auch so verschiedene Sachen auszuprobieren.

00:23:13: Und zu gucken was in den Konzertort passen könnte die Rellingerkirche ist ja eine achterkige Kirche also es architektur ist sowieso schon sehr spannend.

00:23:21: Dann hat sie ganz besonderes Licht auch dort.

00:23:26: Das kann und muss man alles mit einbeziehen wie ich finde und das bringt mich sehr viel Spaß.

00:23:30: aber Am allermeisten Spaß macht es mir eigentlich am Ende dann die Stücke wirklich zu proben, gemeinsam mit den Musikern und Musikerinnen eben auch diese intensiven Promntage zu erleben.

00:23:43: Und komplett in die Musik einzutauchen aber auch dann hier gemeinsam zu essen und Zeit zu verbringen.

00:23:51: das sind einfach dass sie dann die schönsten Stunde stunden.

00:23:54: und da merke ich auch dass dann so diese ganze die man vorher hat, ob das alles klappt.

00:23:59: Ob man die ganzen Gelder zusammenbekommt für die Konzerte und was weiß ich?

00:24:03: Da steht ja so viel dahinter mit wie vielen Leuten man sprechen muss und wo man überall anklopfen muss damit dass alles klappt.

00:24:13: Und da ist viel Anspannung dabei und das lässt dann in der Woche davor.

00:24:17: wenn dann die Proben beginnen kann man eh nix mehr ändern.

00:24:21: Dann beginnt das, was mir eigentlich am meisten Spaß macht.

00:24:24: Eben dann tatsächlich dass warum ich ja auch Musikerin bin eben das dann zu tun.

00:24:30: Ja und ich freue mich sehr auf die Tage mit dir Rahel Das wird bestimmt richtig toll Und ich hoffe, dass viele von den Zuhörern zum Maisfestival kommen.

00:24:40: Bis dann!

00:24:41: Jetzt waren wir in Rellingen In Buenos Aires Und in den USA waren wir auch schon mit Leonard Bernstein.

00:24:49: In Jörg wird mal wieder Zeit, dass wir nach Frankreich eigentlich zurückkommen und da bietet sicher ein Schüler an von Nadia Boulanger.

00:24:59: Eine recht ... Also ich glaub Unbekannteren kennt vielleicht nicht jeder also er heißt Jean-Françisex.

00:25:07: Heißt der wirklich so?

00:25:08: Ja, ich weiß es oft aber nicht.

00:25:10: Man findet beides oder?

00:25:12: Wenn ich's dann wüsste wie sollten wir?

00:25:15: Wir fragen mal unsere Freundin Martin.

00:25:17: Ah ja, das ist toll!

00:25:18: Das machen wir.

00:25:19: Martin ist eine der treuesten Besucherinnen unseres Festivals schon seit langer Zeit aus einem sehr enge Freundin aus Paris.

00:25:27: die rufen wir direkt mal an.

00:25:29: Ja komm.

00:25:30: Einer muss uns mal sagen wie das heißt.

00:25:31: also ich sage jetzt mal Jean-Françisex du kannst ja ... Ich finde

00:25:33: es auch schöner wenn man sagt er auch Exans Provence?

00:25:36: Ja nur da ist das ex Exan Provences.

00:25:39: aber da okay wir rufen sie einfach mal direkt an oder?

00:25:43: Hier Martina

00:25:53: Das liefern wir nach.

00:25:56: Liebe Martin, wir sind hier gerade der Karsten und ich beim Podcast aufnehmen.

00:26:04: Wie spricht man Jean-Français oder Françaix aus den Komponisten?

00:26:09: Das kannst du uns doch bestimmt sagen.

00:26:11: Also, wenn du das hörst, dann melde dich sehr gerne so bald wie möglich zurück.

00:26:16: Tausend Küssen!

00:26:18: Ja, mein Sprit ist X nicht aus.

00:26:22: Viele liebe Grüße bis bald.

00:26:26: Jetzt hören

00:26:26: wir mal was von dem tollen Komponent, nämlich einen Satz aus seinem Divertissement für Fagot Und Streicher, das haben wir auch mal in Hohenstaufen gemacht.

00:26:36: Es ist echt so ein richtig witziges Stück.

00:26:38: Das ist spritzig und witzig ... Auch

00:26:41: tänzerisch wieder?

00:26:42: Das ist eine Verbindung im Grunde genommen zwischen den Komponisten, die wir jetzt schon betrachtet haben.

00:26:48: Vergott

00:26:49: ist ja auch so ein ungewöhnliches Instrument irgendwie.

00:26:52: Allein, wie der es schon aussieht mit diesen Rohren und so.

00:26:54: Ich finde immer wenn da jemand steht mit so einem Vergot, dann denkt man was ist denn das!

00:27:00: Wenn ihr's gleich hört... Wenn ihr euch an unsere letzte Folge noch erinnert, mit Olivier Messien oder hört nochmal rein.

00:29:46: Ja also ... Man denkt, wenn man die Musik hört auf jeden Fall nicht an Krieg oder irgendwas dergleichen.

00:29:51: An irgendwelchen tragischen Vorfälle sondern vielleicht eher dass es dann so ein bisschen grotesk fast schon ist.

00:29:56: Ja

00:29:56: ja das ist vielleicht auch eine Art des Umgangs mit so einer schrecklichen Situation.

00:30:01: Genau ne?

00:30:01: Eine Kompensation.

00:30:04: Der eine hat sozusagen die Offenbarung des Johannes wie bei Messian in der letzten Folge und er hatte es diesseitig fröhliche.

00:30:11: Das nächste Stück, in das wir hinein hören wollen auch von der Schülerin von Nadia Boulanger stammt aus einer ähnlichen Zeit.

00:30:19: Das ist, und es stammte von einer polnischen Komponistin von Grazina Bacewicz.

00:30:32: Das weiß ich nicht, ob ihr den schon mal gehört habt

00:30:36: ... Ich kann den vorher auch nicht.

00:30:39: Es hat meine Schwester Sarah ausgegraben

00:30:43: ... Wir hören eine Aufnahme von Saras Akademie, jetzt wird's verwirrend für euch!

00:30:50: Ihr wisst ja es gibt das Festival in Hohenstaufen.

00:30:53: Das findet einmal im Jahr statt aber es gibt noch ein anderes Format in Hohnstoffe und das ist die ... Akademie.

00:31:00: Genau,

00:31:00: da spielen junge Leute und das Wissen wird weitergegeben.

00:31:05: Alles was wir denen bieten können ist eine Möglichkeit da sich kennen zu lernen zusammenzuwachsen aufzutreten

00:31:14: und

00:31:15: sich eben auch mit Stücken auseinanderzusetzen die vielleicht noch nicht so bekannt sind.

00:31:20: Und das ist ja hier.

00:31:21: also es ist glaube ich auch von der Kombination her Ein ziemlich einzigartiges Stück ist eine Komposition für vier Geigen, also ein reines Geigenquartett.

00:31:34: Und die Batschevic war selbst Geigerin und hat bei Karl Flesch

00:31:38: studiert

00:31:39: nur einem der großen Geigenpädagogen.

00:31:41: Ganz

00:31:41: großer Meister.

00:31:43: Virtuose auch aber es gibt doch wirklich einen Flash-Schule so richtig.

00:31:48: Also er Tüten und ... Tonleitern, also als Geiger kommt man schwer an Karl Flesch vorbei.

00:31:55: Zum Glück werden wir jetzt hier aber bewahrt vor Tonleitern und in Tüten, denn zum Glück hat sie ja auch noch Komposition studiert bei Nadja Boulanger.

00:32:04: Und wahrscheinlich hat ihr die Boulangiers das Gleiche gesagt wie sie.

00:32:07: das Pierre Zoller gesagt hat bleibt bei deinen Leisten.

00:32:10: Denn was wir gleich hören werden dieser kleine Ausschnittmal aus diesem Quartett für vier Geigen von der Baciewicz Das ist so ein bisschen auch polnische Volklore Volksmusik in die Klassik sozusagen hineingehieft.

00:32:26: Ja, also vier Geigen kenne ich sonst nur von Telemann.

00:32:29: Ich glaube es gibt wenig Komponisten die sonst für vier Geige geschrieben haben.

00:32:33: Und wir hören Ludwig Gussin, Marie-Thérèse Schwöllinger, Claire Wells und Louis Maria Suarez.

00:36:41: Tolles Stück aber auch toll gespielt muss man

00:36:44: sagen oder?

00:36:45: Also die Leute bei der Akademie... Die spielen ja auch einfach alle immer so toll.

00:36:49: Meine Schwester Sarah Rilling, die auf Bratschistin ist und im Festival schon oft gespielt hat, sucht die Leute zusammen aus aller Herren-Länder eine sehr internationale Gruppe von Leuten, die sich da ganz neu kennenlernen.

00:37:03: Eigentlich müsste man mal ne Folge

00:37:06: nur mit ... Im Podcast?

00:37:08: Ja!

00:37:08: Das wär doch toll!

00:37:09: Lass uns doch mal Sarah fragen... Das wird doch eine super

00:37:13: Idee.

00:37:14: Weil da gibt's nämlich auch sehr viel zu berichten, weil die hat jetzt ... Die findet dieses Mal zum wievielten Mal statt?

00:37:19: Ich glaub, dreizehnten oder vierzehnten?

00:37:22: Mehr!

00:37:23: Aber das wird sie uns

00:37:25: allen

00:37:26: erzählen.

00:37:26: So ist es ja.

00:37:27: Jetzt sind wir euch noch was schuldig.

00:37:29: Genau.

00:37:30: Wie ist das eigentlich mit Quince

00:37:32: Jones?

00:37:32: Ein Highlights zum Schluss.

00:37:34: Ja, erzähl mal.

00:37:35: Der

00:37:35: Tausendssasser Quincy Jones war tatsächlich auch Schüler von ... Nadja Boulanger.

00:37:42: Ist er nicht zu glauben, oder?

00:37:43: Ja, verrückt!

00:37:44: Also ich mein... bei dem muss man auch sagen es gibt eigentlich nichts was er nicht gemacht hat und mit wem er nicht in Kontakt war.

00:37:51: also der war ja von allen Jazzgrößen Frank Sinatra, Count Basie, Dizzy Gillespie bis über Natürlich Michael Jackson.

00:38:02: Ja, später Michael Jackson und den hat er produziert.

00:38:04: Er

00:38:05: hat alles gemacht.

00:38:05: Der war auch zu den Franzosen

00:38:08: Scharl als Navajo und Jack Brell.

00:38:10: also der hat eigentlich alle durch ... Das war

00:38:13: ein toller Typ!

00:38:14: Und der kam dann.

00:38:15: ich glaube das ging vielleicht so dass der als Orchesterleiter engagiert wurde für bestimmte Jazzmusiker die dann tourten und nach Europa kamen von den USA aus.

00:38:25: und so kam er nämlich nach Paris Und da stieß er auf Nadia Boulanger in dieser amerikanischen Konservatorium, was wir vorhin schon mal gesagt haben.

00:38:38: hat sie ihn total inspiriert und unterrichtet.

00:38:40: Und offensichtlich ja toll unterrichtete, denn wir hören jetzt gleich mal in ein Stück von ihnen rein, dass ihr bestimmt alle schon mal irgendwie gehört habt.

00:38:49: Wenn ihr nicht wisst, das es von ihm ist, gehört habt ihr es bestimmt!

00:38:52: Ja auf jeden Fall.

00:38:54: Sol Bossanova.

00:38:56: Man muss unbedingt noch kurz erwähnen ...

00:38:59: achtundzwanzig

00:39:00: Grammys bekommen.

00:39:01: Nee, das gibt's

00:39:02: nicht doch!

00:39:03: Gibt es überhaupt jemand der mehr Grammies bekommt?

00:39:05: Ich weiß gar nicht... Also ich glaub die CD des Albums Thriller ist diese meist verkaufteste Album überhaupt auf der Welt und das hat er produziert.

00:39:16: also echt krasser Typ.

00:39:17: ja also er war

00:39:18: also

00:39:19: nicht nur ein Tausend Sassar im beruflichen Bereich sondern auch in privaten hatte tatsächlich von fünf verschiedenen Frauen Sechs Töchter und einen Sohn.

00:39:29: Also unter anderem war er auch mit Natasja Kinski verheiratet, und mit ... Das reicht

00:39:35: ja schon für drei Frauen!

00:39:36: Mit dem Model-Ulla Andersen, die Schwedischen also... Ja, kein Kind von Traurigkeit, ich

00:39:41: muss sagen.

00:39:42: Holla di Waldfühlen.

00:39:43: Zum Schluss hören wir in Seoul Bossa Nova, das ist von twounsechzig.

00:39:48: Das ist fünf, sechs Jahre nachdem er Nadia Boulanger getroffen hatte, von ihr Unterricht bekommen hat in Paris.

00:39:55: Ja.

00:39:56: Was löst das denn dir für eine Schwingung, für ein Gefühl aus?

00:40:00: Wenn du diese Musik hörst...

00:40:01: Also das werde ich auf jeden Fall in mein nächstes DJ-Set mit einbauen.

00:40:05: Das kann

00:40:06: ich mir vorstellen!

00:40:08: Das macht einfach gute Laune,

00:40:09: oder?

00:40:09: Total.

00:40:10: Das ist

00:40:10: diese brasilianische ... Das ist ja mehr als nur Musik.

00:40:13: Das sind Lebensgefühle

00:40:15: und Gründen.

00:40:15: Ein Leichtigkeit wenn man auch tanzen und es hat irgendwie einen guten Beat.

00:40:20: Und dann diese

00:40:21: Flöte dazu.

00:40:23: Total cool.

00:40:23: Lass uns mal reinhören.

00:40:34: Ja, also das können wir jetzt

00:41:15: auch euch als Lebenslust und Lebenslaune-Lebensfreude hier noch so mitgeben.

00:41:23: Und verabschieden uns ja mit.

00:41:25: jetzt auch von euch!

00:41:26: Lasst es euch

00:41:26: gut gehen und bis zum

00:41:28: nächsten

00:41:28: Mal, genau lasst die Sonne scheinen.

00:41:31: Bis bald!

00:41:32: Ciao.

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